Therapieangebot

 

 " Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt...“

 

…so wusste Wittgenstein schon zu berichten. Und in der Tat ist die Sprache ein wichtiges Mittel in allen Lebenslagen – und in jedem Alter.

Doch eine LogopädIn fördert nicht nur die Sprache.

Was Sie von der Logopädie erwarten können, dass sei in einem kurzen Überblick beschrieben.

 

Sollten Sie Ihr persönliches Anliegen hier nicht finden oder darüber hinaus Fragen haben, schreiben Sie uns gerne eine EMail an → info@logopaedie-marburg.com

 

 

Schlucken

Säuglinge

Hat Ihr Baby Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme? Kommt es beim Saugen zu Husten, Würgen oder kommt die Milch durch die Nase wieder heraus? Wurde Ihr Baby mit einer Sonde oder Kanüle versorgt? Dann ist ein Besuch beim Logopäden zu empfehlen.

 

Erwachsene

Hier sind es oft neurologische Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall oder ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), oder auch HK (Huntington), die das Schlucken deutlich erschweren. Die Sondenernährung oder die Versorgung mit einer Kanüle als erste Hilfsmaßnahme wird in der Schlucktherapie berücksichtigt.

Bei all diesen Erkrankungen kann mit Logopädie die Symptomatik gebessert oder ganz überwunden werden. Bei degenerativen Prozessen wird begleitend Erleichterung geschaffen.

 

Stimme
Kinder

Kindliche Stimmstörungen zeigen sich oft schon im Vorschulalter. Mit Hilfe der Logopädie können diese Störungen mit spielerischen Therapieangeboten behoben werden.

Hat Ihr Kind eine heisere oder kratzige Stimme? Fehlt ihm Stimmvolumen oder ist die Stimme auffallend laut? Dann ist eine logopädische Untersuchung sinnvoll. Die landläufige Meinung, “Das wächst sich doch aus...“, ist leider bei den meisten Kindern ein Irrtum. Im Gegensatz dazu lernen Kinder (auch Kleinkinder) beim professionellen Stimmtraining Wege, ihre Stimme gesund einzusetzen.

 

Erwachsene

Stimmermüdung, Heiserkeit oder Stimme ganz weg? Berufliche Vielsprecher wie Lehrer, Erzieher, Dozenten, Manager, Schauspieler oder Außendienstmitarbeiter können ihre Stimme so trainieren, dass auch in Stresssituationen das viele Sprechen nicht mehr anstrengend ist.

Nicht nur die Sprechstimme kann betroffen sein, professionelle Sänger und solche die einfach Freude am Singen haben, kennen entsprechende Beschwerden.

Stimmprobleme können auch nach Erkältungen, bestimmten Operationen wie z.B. der Schilddrüse oder Halswirbelsäule auftreten.

Sie lernen, die eigene Atmung wahrzunehmen, den Körpertonus, den Stimmgebrauch – den Zusammenhang zwischen Stimme und Persönlichkeit, denn im Lateinischen heißt es: personare = hindurchtönen.

All diese Möglichkeiten können schon präventiv erfahren und genutzt werden. Sie erhalten mit Hilfe der Logopädie einen ganzheitlichen Ansatz, mit dem es Ihnen gelingen kann, Ihre Stimme alltags – und lebensrelevant einzusetzen.

 

Sprache & Sprechen
Kinder

Neugeborene:

Manchmal kommen Neugeborene mit einer Fehlbildung im Mundbereich zur Welt, die LKG (Lippen – Kiefer – Gaumenspalte). Es kann nur je ein Bereich als auch alle drei betroffen sein. Dadurch kann sowohl die Ernährung als auch später die Aussprache erschwert werden. Ebenfalls führt es zu einer nasalen Stimmqualität, der sogenannten Rinophonie.

In der Logopädie wird daher geklärt, in welchem Bereich vorrangig Erleichterung geschaffen werden muß.

 

Kleinkinder von 2 – 3 Jahren:

Auch bei Kleinkindern gilt, daß sich Sprachverzögerungen nicht auswachsen. Mit ihrem 2. Geburtstag sollten sie einen Wortschatz von 50 Wörtern aufweisen. 2-Wort-Äußerungen sollten möglich sein. Es besteht sonst das Risiko eines auffälligen Sprachentwicklungsverlaufes.

Für diese Kinder ist es wichtig, gezielt und vermehrt sprachfördernde Angebote zu erhalten. Die Elternberatung und die logopädisch-therapeutische Arbeit gehen dabei "Hand in Hand".

 

Kinder ab dem 3. Lebensjahr:

Aussprachestörungen einzelner Laute als auch Sprachentwickungsstörungen können frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Myofunktionelle Dysfunktionen (eine Schwäche im Zusammenspiel der Mundmuskulatur), als auch eine zentral – auditive Verarbeitungsstörung (Gehörtes, das im Gehirn nicht adäquat verarbeitet wird) können die Entwicklung erschwerend beeinflussen.

Stottern und Poltern können schon im Kindesalter auftreten und gehören zu den klassischen Störungen, mit denen sich die Logopädie befasst. Eine wirkungsvolle Hilfe besteht in der Kombination von Annahme, Angstabbau und sogenannter Sprechtechnik.

 

Erwachsene

Im Erwachsenenalter treten sprachliche Beeinträchtigungen meistens nach einer neurologischen Erkrankung auf. Zur Übersicht einige kurze Erklärungen:

Bei einer Aphasie ist z.B. das Sprachverständnis eingeschränkt oder der sichere gedankliche Zugriff zu einem Wort gelingt nicht.

Charakteristisch für die Sprechapraxie ist, dass gedanklich das passende Wort gewählt wird aber nicht kontrolliert ausgesprochen werden kann.

Die Symptome der Dysarthrie, auch Dysarthrophonie genannt, zeigen sich in einer kraftlosen Stimme und verwaschenen Aussprache.

Es kann sein, dass im Kindes – oder Jugendalter Stottern oder Poltern nicht behandelt wurden. Dann wirken die Symptome bis ins Erwachsenenalter hinein oder treten unerwartet wieder auf.

Für alle Bereiche gilt: So individuell die Ausprägung der Symptome ist, so vielseitig kann logo- pädisch angesetzt werden. Dabei steht im Vordergrund, was am ehesten die Kommunikationsfähig-keit wieder herstellt.

 

Zusätzliche Angebote

Die sogenannten IGEL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistung) greifen das persönliche Interesse an Förderung auf:

z.B. für die Sing-und Sprechstimme, Sprachausdruck, Sprachgewandtheit, Sprechgenauigkeit

 

Zusammenfassung
Dysphagie (Schlucken, Ernährung, Kanüle)

Orofaciale Stimulation,

Methodenintegrierend nach Bobath / Castillo-Morales,

Sondenentwöhnung,

MST-laryngeal / orofacial,

Trachealkanülemanagement

 

Dysphonie (Stimme)

Funktionale Methode nach G.Rohmert,

Personale Stimmtherapie (PST) nach I.Stengel/T.Strauch,

Stimmbildung nach Martiensen-Lohmann,

Sprecherziehung nach E.Wolf/E.Aderhold,

MST-laryngeal/orofacial nach G.Münch,

Alexander Technik,

Improtheater,

Harmonics,

Methodenintegrierte Therapie bei kindlicher Stimmstörung

 

SES / SEV (Sprachentwicklungsstörung/-verzögerung)

NFR (Neuro Funktionale Reorganisation) nach B.Padovan

SI (Sensorische Integraion) nach J.Ayres

u.a.

 

Late Talker/SSES (Spezifische Sprachentwicklungsstörung)

nach Kauschke/Siegmüller

GUK (Gebärden unterstützte Kommunikation) bei Kindern ohne Lautsprache oder Down Syndrom:

UK (Unterstützte Kommunikation),

FC (Gestützte Kommunikation)

 

Dyslalie (Aussprachestörung)

mit phonologisch orientiertem Therapieansatz

Zentral-auditive Verarbeitungsstörung (Hörverarbeitungsstörung)

u.a. nach N.Lauer

 

MFD = Myofunktionelle Dysfunktion

(Funktionsstörung der Mundmuskulatur)

nach E.Kittler,

Garliner,

NFR nach B.Padovan,

MFT nach G.Münch

 

Rhinophonie (Näseln)


Stottern

nach Ch.van Riper, W.Wendlandt, Katz-Bernstein, Improtheater für In Vivo Arbeit

 

Poltern

nach U.Sick, Improtheater für In Vivo Arbeit
 

Aphasie, Sprechapraxie, Dysarthrophonie, Chronische / Degenerative Erkrankungen

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